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Text: Jonas Würstli
Ein sonderbarer Schreiberling voll wirrer Ideen und Erlebnissen. Jonas ist Kult.
Kolumne - Dr. J. Würstli
Teil 10:Schmusen
Liebes Klagebuch
Küssen wird zu stark gewichtet. Frauen vor allem. Ist ja schön, stimmt. Küssen über längere Zeit ist Schmusen. Gilt als Vorspiel. Oder Nachspiel. Wobei danach eher Streicheln passt. Küssen mit Händen ist Fummeln. Eine attraktive Seerosen Freundin ü30 und voll im Leben: Wenn er nicht Küssen kann, ist es der Falsche. Ein geschätzter Freund kürzlich:
Wenn ich beim Schmusen keinen Ständer bekomme, ist es die falsche Frau oder ich bin zu besoffen. Fair. Sehr fair.
Verdammter Druck. Der Eskimokuss mit der Nase ist super. Frauen schliessen Augen öfters als Männer. Sind Männer Realisten und Frauen nicht? Aha, viele Nervenenden kommen in den Lippen zusammen. Darum macht Magnum Essen Spass. A propos Zunge. Der Zungenkuss ist ja die Formel 1. Ein klares Eindringen in den anderen Körper. Bin ich ein schlechter Küsser, nur weil ich wenig Küsse?
Zitat Robert Lembke (1913 - 1989): Ein Kuss ist eine Anfrage im ersten Stock, ob das Parterre frei ist.
Sitzen bei Freunden. Grappadegu. Er kommt nach Hause, gibt allen die Hand. Für seine Frau hat er knapp ein Hallo. Zu meinen Fixbeziehungszeiten habe ich bei hoiundciao immer einen Kuss gegeben, brauchte ich. Finde ich wichtig. Geht Liebe machen (ich sollte das Wort Sex verwenden, sei gut für die Suchmaschinen, hat man mir erklärt) ohne Küssen? Theoretisch ja. Fondü ohne Brot geht auch. Angeblich kann man bei gewissen Langstrassenfrauen fürs Küssen bezahlen. Dann lieber nicht Küssen.
Völker streiten wegen Religionen, Paare wegen Sex.
Dr. J. Würstli
