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Text: Jonas Würstli
Ein sonderbarer Schreiberling voll wirrer Ideen und Erlebnissen. Jonas ist Kult.
Kolumne - Dr. J. Würstli
Teil 2:Ergossene Zonen
Liebes Klagebuch
In der Linken habe ich immer noch die Fernbedienung, aber es flimmert schon seit Augenblicken nicht mehr. Es ist dunkel im Zimmer. Das einzige was Licht gibt, ist die rote Kontrollampe am Sony TV. Die Decke bedeckt meine Füsse. Wieso ich im Bett immer Tennissocken trage, weiss ich selber nicht. Ich habe noch nie Tennis gespielt, nur Squash. Sonst liegen neben dem Bett immer Tempo, jetzt ist das Zeug auf dem Bauch und im Bauchnabel.
Mir schiesst eine geniale Idee durch den Kopf: Alle Frauen sollen doch ihre erogenen Zonen an ihrem Körper einzeichnen. Oder besser noch eintätowieren. Mit Leuchtfarbe, damit man in der Dunkelheit immer weiss, wie man eine Pute zu einer Stute macht. Ich möchte mal Ally McBeal zu einer Stute machen. Das würde so manches erleichtern, denke ich. Vielleicht würde ich bei mir auch die Zonen markieren. Dann würde ich präventiv mal alles ausser den Füssen und meinen Ohren markieren. Das sind die Körperteile an mir, die ich am wenigsten mag. Die wirklichen Zonen müsste ich dann noch mit jemandem herausfinden. Alleine geht es schlecht oder eigentlich überhaupt nicht. Wenn man sich sowas kauft, dann ist es eh was anderes. Dann sind keine Gefühle dahinter und auch ein Jonas will manchmal Gefühle. Erzählt man sich unter Freunden im Sprudelbad nach dem Squash im Vitis. Vom Hören sagen.
Ich weiss nicht warum, aber ich werde nie Nasenbluten haben. Eine Sternschnuppe werde ich sicherlich noch sehen. Man kann Tennissocken auch als Tempo-Ersatz benutzen. Muss diese dann jedoch vor dem nächsten Squash Einsatz waschen.
Unter Freunden schuldet man sich nie etwas.
Dr. J. Würstli
